Alltag anders: P-R

In welchem Land ist Picknicken ein Volkssport? Wo waren Plastiktüten zeitweise verboten? Was machen die Leute in Nairobi bei Regen? Unsere Auslandskorrespondenten berichten jeden Freitag um 7.40 Uhr in „Studio 9“ von ganz persönlichen Erlebnissen und Erfahrungen.
Wir befragen unsere Reporterinnen und Reporter einmal nicht nach den wichtigen Geschichten in ihrem Berichtsgebiet, sondern nach den kleinen Dingen des Alltags. Hören Sie im Folgenden, wie anders das Leben in Peking, Mexiko City, Nairobi, Moskau, Los Angeles, Rabat, Tel Aviv oder Tokio verläuft.
Schmunzeln über Kurioses, Staunen über unerwartet anderes, Respekt für die Menschen, deren Alltag um so viel härter ist als der unsere: Wir sind gespannt, wie es Ihnen ergeht und freuen uns auf Ihre Rückmeldungen.
Welche Themen liegen Ihnen am Herzen? Wonach sollen wir unsere Auslandskorrespondentinnen und -korrespondenten fragen? Schreiben Sie uns Ihre Vorschläge an alltag.anders@deutschlandradiokultur.de
Hier finden Sie eine Bildergalerie unserer Korrespondenten in aller Welt!

Entspannen im Park© Foto: Stefanie Müller-Frank
In Rabat, der Hauptstadt Marokkos, treffen sich die jungen Verliebten in den wunderschönen Anlagen. In chinesischen Parks findet man selten Ruhe. In welchem Land Picknicken ein Volkssport ist, hören Sie im Beitrag.
Parkverbot

Parkhinweise in Moskau© picture alliance / dpa / Maksim Blinov
In Tokio ist überall Parkverbot, in Mexiko scheren sich die Leute einfach nicht darum, und in Moskau ist etwas ganz anderes typisch: nämlich die Bürgersteige zuzuparken.
Patriotismus

Nationalflaggen© Bild: EP
Mit dem Thema Patriotismus wird man in der polnischen Hauptstadt Warschau ständig konfrontiert. In Kenia fragen Einheimische die Besucher oft, wie es ihnen in ihrem Land gefällt – und hoffen auf eine begeisterte Antwort.
Picknick
In Sydney ist das Picknick ein Barbecue am legendären Bondi-Beach, so oft wie möglich, in China hingegen findet man es ein wenig seltsam, sich mit kaltem Essen aus einer Plastikdose auf die Erde zu setzen: Nur wenige Länder picknicken wie die Deutschen.
Pfandleihen

Ein Pfandleihhaus im Münchner Bahnhofsviertel.© dpa / picture alliance / M. C. Hurek
Während es in Mexiko bereits viele und hoch spezialisierte Pfandleihen gibt und in Singapur Pfandleiher sogar an die Börse gehen, ist das Phänomen in Kenia noch ziemlich neu. Oftmals werden in Mexiko ganze Nachlässe in Bündeln angeboten.
Plakate

An den Hauswänden in Italien hängen viele Plakate.© picture alliance / Lena Klimkeit/dpa
In Italien gibt es wahnsinnig viel Wildwuchs in Sachen Plakatwerbung. In Nairobi fällt sie kaum auf. In Japan ist das Plakate ankleben dagegen strengstens verboten – und jeder hält sich dran.
Plastikgeschirr

Löffel und Becher aus Plastik© picture alliance / dpa / Pelaez Julio /Maxpp
In Russland ist Geschirr aus Kunststoff „wirklich die Pest“: Das sagt zumindest unsere Moskau-Korrespondentin. Ihr Kollege aus Washington vermutet dagegen sehr stark, dass die USA das offizielle Weltzentrum des Plastikgeschirrs sein könnten.
Plastiktüten

Plastiktüten© dpa / picture alliance / Patrick Pleul
Ob in Schweden, Japan oder Mexiko: überall gibt es Plastiktüten in rauen Mengen. Auf der ganzen Welt werden sie unachtsam weggeworfen – und verschmutzen die Umwelt. In Kenia wurden sie zeitweise sogar verboten. Wer trotzdem erwischt wurde, musste ein Bußgeld zahlen – und wer das nicht zahlte, konnte sogar im Gefängnis landen.
Polizei

Polizeiauto © afp / Lars Hagberg
Die Polizei, dein Freund und Helfer? Das gilt nicht überall auf der Welt. Vor allem, wenn man zur ärmeren Bevölkerungsschicht gehört.
Populismus

Demonstration von Rechtspopulisten und rechten Gruppierungen unter dem Motto „Merkel mus weg“ in Berlin© Imago/ Seeliger
Der indische Premierminister Narendra Modi ist in Sachen Populismus ganz weit vorne, berichtet unsere Korrespondentin aus Neu Dehli. Auch in Mexiko ist Populismus weit verbreitet. In Singapur dagegen ist das Phänomen kaum ein Thema.
Postämter

Bei uns gelb, in China grün – die Post.© dpa / picture alliance / Sven Hoppe
Die Farbe der Post in China ist grün. In Mexiko gibt es fast nirgendwo Postkarten zu kaufen, die man schicken könnte. Ganz besonders lange warten die Kunden an den Schaltern in den USA.
Pünktlichkeit

Pünktlichkeit kann mehr oder weniger höflich sein.© Frank Augstein/AP/dapd
In Moskau wird man gelobt, wenn man pünktlich kommt. In Ägypten ist man eher überrascht, wenn jemand zum vereinbarten Zeitpunkt da ist. In Italien gibt es den Spruch „Ich komme zwei Minuten später“. Was bedeutet das wirklich?

Joachim Fuchsberger mit Kandidaten in der deutschen Quizshow „Auf los geht's los“ im Jahr 1985.© dpa / picture alliance / Jörg Schmitt
Die USA gelten als Mutterland der Quizsendung, in China ist sie aber mindestens genauso beliebt. Im südafrikanischen Fernsehen spielt das TV- und Radio-Format dagegen überhaupt keine Rolle.

Ein Fahrradfahrer zwischen Autos im Berufsverkehr© picture alliance / dpa / Arne Dedert
In Rabat ist Fahrradfahren gefährlich. In Brüssel darf man mit dem Drahtesel offiziell in der Einbahnstraße auch in der Gegenrichtung fahren. In welcher Stadt sind gerade Fahrradpartys en vogue?
Radio

Altes Radiogerät© picture alliance / dpa /Jens Kalaene
Radio hören in den USA ist oft eine große Qual. In China ist es ein aussterbendes Medium – in Israel ist das Radio ganz wichtig, dort gibt es auch viele Sender. In der Türkei ist es ein Musikmedium und in Argentinien hört man entweder Musik oder Fußball.
Ratten
In Rom gibt es extrem viele Ratten und dann auch gleich zwei Sorten – große Schwarze und kleine Graue. In Marokko sind sie eine richtige Plage. Nur in Japan hat das Nagetier ein ganz anderes Image als bei uns.
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In Rom gibt es extrem viele Ratten und dann auch gleich zwei Sorten – große Schwarze und kleine Graue. In Marokko sind sie eine richtige Plage. Nur in Japan hat das Nagetier ein ganz anderes Image als bei uns.
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Eine präparierte Ratte© picture-alliance / dpa / Foto: Martin Schutt
Rauchen

Rauchen: Mancherorts verpönt – oder auch verboten.© picture alliance / dpa / Daniel Bockwoldt
In Kenia gibt es theoretisch das schärfste Rauchverbot der Welt. In Marokko rauchen die Piloten sogar im Cockpit. Wo fungieren Zigaretten als soziales Schmiermittel?
Regenwetter

Regenzeit© picture alliance / dpa / Abir Abdullah
Es gibt auch Tage, an denen es gar nicht regnet in London. In Nairobi verschwinden bei Regen Leute in der Kanalisation, und in Indien genießen Leute den Regen im Park ohne Schirm. Unsere Korrespondenten berichten, was Regen in ihrem Land bedeutet.
Reichtum

Luxusauto und Yachten © picture alliance / dpa / Florian Schuh
In Stockholm wird gern mal ordentlich geprotzt, in Moskau zeigt man sich mit großen Schlitten auf der Straße. In Japan dagegen wird der Besitz nicht zur Schau gestellt. Wo Bodyguards vor teuren Modeläden warten, erfahren Sie im Beitrag.
Rollstuhl

Warum sind Rollstühle vielerorts kaum zu sehen?© picture alliance / dpa / Christoph Schmidt
In Kenia eine Ausnahmeerscheinung, und auch in Japan sind sie kaum zu sehen: Rollstühle. Und in Mexiko gehbehindert zu sein oder im Rollstuhl zu sitzen, das ist schon fast eine Qual. Lichtblick: Schweden ist in Sachen Barrierefreiheit ziemlich vorbildlich.
Rotlichtviertel
Wer die „käufliche Liebe“ in London sucht, wird in der Nähe vom Piccadilly Circus fündig. Dort steht das „Sündenbabel“ von Soho. In Südafrika ist Prostitution wiederum strafbar. Es gibt auf den Dörfern dennoch viel Armutsprostitution. Und in den USA gibt es zwar Stripclubs, Peepshows und Porno-Kinos, nur will keiner darüber reden.
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Wer die „käufliche Liebe“ in London sucht, wird in der Nähe vom Piccadilly Circus fündig. Dort steht das „Sündenbabel“ von Soho. In Südafrika ist Prostitution wiederum strafbar. Es gibt auf den Dörfern dennoch viel Armutsprostitution. Und in den USA gibt es zwar Stripclubs, Peepshows und Porno-Kinos, nur will keiner darüber reden.
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Leuchtreklame in Frankfurt am Main© imago/Michael Schick
Rushhour

Starker Verkehr gehört zum Bild von Großstädten.© AFP / Mark Ralston
Dass der Nahverkehr in Moskau funktioniert, ist vor allem der Metro zu verdanken. Staus in Marokko werden von Polizisten per Hand geregelt. In welcher europäischen Hauptstadt muss man erst etliche Bahnen davonfahren lassen, ehe man mitkommt?